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Genesungsbegleitung

Beratung von Psychiatrie-Erfahrenen
für Psychiatrie-Erfahrene


Im Rahmen der Genesungsbegleitung werden Psychiatrie-Erfahrene durch andere Psychiatrie-Erfahrene beraten (Peer-Prinzip).

Der Genesungsbegleiter spricht die gleiche Sprache wie die zu beratenden Klienten. Er weiß, wie sich ein Psychiatrie-Erfahrener fühlt, denn er ist den gleichen Weg gegangen und kennt die Hürden, die überwunden werden müssen.

Der Genesungsbegleiter hat einen besonders emotionalen Zugang zu Psychiatrie-Erfahrenen und sehr eigenwilligen Klienten. Er vertritt die Interessen derer, denen es schwer fällt, eigene Bedürfnisse zu äußern. Er baut „Brücken“ vom Erfahrenen zum Nichterfahrenen und übernimmt die Funktion eines Dolmetschers.

Der Berater soll helfen, Selbstvertrauen aufzubauen die Auseinandersetzung mit der eigenen Erkrankung fördern und somit die Eigenverantwortlichkeit stärken. Die soziale Ausgrenzung wird thematisiert. Durch Gesprächsangebote und offene Abendessen wird der Isolation entgegengewirkt.

Einmal wöchentlich findet das offene Abendessen statt. In ungezwungener Atmosphäre können sich Psychiatrie-Erfahrene über ihren Alltag und ihre besondere Situation austauschen und gegenseitig voneinander lernen. Das einfache Dabeisein, das Beieinandersitzen oder das Zuhören sind während der Peer-Gespräche wirksame Formen der menschlichen Unterstützung. Ursachen von psychischen Krisen und Gegenmaßnahmen werden erörtert. Eine Krankenhausbegleitung ist möglich.

Die Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an Menschen mit Psychiatrie-Erfahrungen. Auf Wunsch findet die Beratung anonym statt.

Der Berater

Der Genesungsbegleiter Matthias Schuldt weiß aus eigener leidvoller Erfahrung, mit welchen Vorurteilen und Hindernissen Psychiatrie-Patienten leben müssen. Er ist seit 1990 „Psychiatrie-Erfahrener“, so nennen sich ehemalige Psychiatrie-Patienten, da sie „die Psychiatrie“ selbst „erfahren“ haben.

Seit 1999 moderiert Matthias Schuldt die „Selbsthilfegruppe der Lübecker Psychiatrie-Erfahrenen“. Er kennt daher Themen und Probleme, mit denen sich Betroffene auseinandersetzen. Es geht um Ausgrenzung, Vorurteile, Selbststigmatisierung, Einsamkeit, Arbeitslosigkeit, Probleme bei der Arbeit, fehlende Tagesstruktur, die Behandlung durch Psychiater, Medikamente und ihre Nebenwirkungen und um Alltagsprobleme.

Das Angebot

DIE BRÜCKE bietet wöchentlich zwei Peer-Sprechstunden an. Weiterhin findet ein offenes Abendessen statt. Angesprochen sind alle Psychiatrie-Erfahrenen, unabhängig von ihrer Diagnose.

Telefonische Auskunft über die Peer-Beratung außerhalb der Sprechstunden erhalten Sie unter 0451 14008-0.

Kontakt

DIE BRÜCKE
Peer-Beratung

Engelsgrube 47
23552 Lübeck

Telefon 0451/ 14008-70 oder -82
Telefax 0451/ 14008-77

E-Mail: peer-beratung@diebruecke-luebeck.de

Beratungszeiten

Beratung & Gespräch:
dienstags 15 – 17 Uhr
donnerstags 10 – 11.30 Uhr

Offenes Abendessen (Anmeldung erforderlich):
montags 18  – 20 Uhr in der „Diele“, Engelsgrube 47

Standort-Info

Anfahrt s. Kartenausschnitt von openstreetmap.org

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Stadtverkehr Lübeck) erreichen Sie die Peer-Beratung über die Haltestelle „Am Koberg“. Verbindungsinformationen erhalten Sie unter www.scout-sh.de.

Weitere Informationen

Gegenseitige Unterstützung und auch Interessenvertretung für Psychiatrie-Erfahrene in Lübeck bietet die  Selbsthilfegruppe der Psychiatrie-Erfahrenen.