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Menschen bei der BRÜCKE – „DIE BRÜCKE, Koltze, Guten Tag“…

„DIE BRÜCKE, Koltze, Guten Tag“ … so hat sich die „gute Fee“ im Tageszentrum der BRÜCKE in der Engelsgrube viele Jahre bei den Anrufen in der Telefonzentrale gemeldet – jetzt ist Ingrid Koltze (fast) im Ruhestand. Im Januar 2014 hat sie ihr 20. Betriebsjubiläum gefeiert, denn am 1. Januar 1994 begann ihre Tätigkeit bei der BRÜCKE. Hier ein Interview mit Ingrid Koltze, die auch jetzt noch 2x die Woche auf Honorarbasis im Tageszentrum der BRÜCKE (Engelsgrube 47) tätig ist.

Die Stimme der Telefonzentrale: Ingrid Koltze

Die Stimme der Telefonzentrale:               Ingrid Koltze

Ingrid, Du bist jetzt über 20 Jahre bei der BRÜCKE – wie hat alles angefangen?

Als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte kenne ich mit Organisations- und Verwaltungsaufgaben aus. Das Sekretariat in der BRÜCKE war jedoch in Bezug auf die „psychiatrische Fachsprache“ Neuland für mich. In diese Materie habe ich mich schnell dadurch eingearbeitet, dass ich zunächst die Arztbriefe für die Tagesklinik schrieb. Diese befand sich damals ja auch noch in der Engelsgrube. Mit der Erweiterung meines Aufgabenbereichs habe ich dann einige Jahre als Sekretärin der Geschäftsführung gearbeitet. Dies umfasste vorrangig die erste Hälfte meiner Gesamttätigkeit. Mit dem Wechsel ins Tageszentrum bin ich dort im Empfangsbereich tätig: Telefonate annehmen und weitervermitteln – hierüber bin ich „bekannt“. Ich nehme auch Personen in Empfang, führe die Kasse und mache die Abrechnung, die Fahrtkostenabrechnung mit der Hansestadt Lübeck, organisiere Termine mit und für unsere BesucherInnen, mache die Ablage, Alltagsorganisationen, Materialbeschaffung, das Einarbeiten von FSJlerInnen in diese Abläufe – es ist sehr vielfältig.

Welche Aufgaben machen Dir am meisten Freude?

Über den täglichen Kontakt mit BesucherInnen und KollegInnen hinaus die „Sonderaufgaben“: Ich bin zuständig für die Organisation und Werbung der Konzerte im Rahmen der Veranstaltungsreihe von „Live Music Now“, die immer gut besucht sind. Ich war lange Jahre verantwortlich für die Anzeigen der BRÜCKE in Telefonbüchern; hier ging es um die Abstimmung der Druckvorlagen und vor allem um korrekte, aktuelle Adressen aller Einrichtungen der BRÜCKE. Sehr gerne wirke ich auch am „Tag des offenen Denkmals“ mit, an denen wir uns mit dem historischen Speicher in der Engelsgrube fast jedes Jahr beteiligen. Hier organisiere ich mit dem Team gemeinsam die Werbung sowie die organisatorischen Abläufe und hole Kuchenspenden ein.

Wie ist Dein Kontakt und Deine Beziehung zu den BesucherInnen?

Das ist mit der Teil, der mir am meisten Freude macht. Die Beziehungen sind durchweg positiv und von gegenseitigem Vertrauen geprägt. Ich gehe gern in Kontakt mit den Menschen. Ich helfe gern und schnell bei kleineren Alltagsproblemen – vom Zuhören und Abstimmen der Waschtermine über Telefonate und Formulierungshilfen bei Schriftstücken bis zu abgerissenen Knöpfen oder einer Nagelfeile – ich bin gern da. Die BesucherInnen schätzen diesen Kontakt von „Mensch zu Mensch“, der von gegenseitiger Herzlichkeit getragen ist.

Heute bist Du ja noch zweimal in der Woche stundenweise im Tageszentrum tätig. Wenn Du auf die hauptamtliche Arbeit zurückblickst, was ist Dein Fazit?

In den 20 Jahren ist die BRÜCKE ein wichtiger Teil meines Lebens geworden. Glücklich bin ich mit der Vielfalt meiner Aufgaben, die mich in unterschiedlicher Weise gefordert haben und auf die ich flexibel reagieren konnte. Glücklich bin ich auch im Kontakt mit den vielen Menschen, die ich hier kennengelernt habe, und besonders mit meinem gesamten Team im Arbeitsbereich. Das Vertrauen und die Zuneigung der BesucherInnen bereichern meine Zeit in der BRÜCKE, die so etwas wie ein zweites Zuhause für mich geworden ist. Deshalb komme ich zwar mit reduzierter Arbeitszeit aber mit gleicher Freude gern weiterhin hierher an meinen Arbeitsplatz.

Wir danken für das Gespräch. (JH)