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„Psychose und Sucht“: Teilstationäre Wohngruppen für Menschen mit Doppeldiagnose

Die teilstationären Wohngruppen Psychose und Sucht der BRÜCKE wurden für Menschen mit der Doppeldiagnose Psychose und Sucht gegründet. Sie sind als Folgemaßnahme an vollstationäre Eingliederungshilfen zu verstehen, da es schwierig ist, die Bewohner in einer anderen adäquaten Einrichtung unterzubringen. Eine primäre Suchterkrankung ist in allen rein psychiatrischen Einrichtungen eine klare Ausschlussdiagnose. Es ist aber auch schwierig, die Doppeldiagnoseklienten in Einrichtungen unterzubringen, die auf Suchterkrankungen ausgerichtet sind.

Also wuchs bei der BRÜCKE damals, vor 11 Jahren, die Idee eine eigene Einrichtung zu schaffen. Es bot sich an, das Gebäude in der Marlistraße, in das ein Jahr zuvor die vollstationäre Trainingswohnung der Rabenstraße einzog, für die teilstationären Wohngruppen zu nutzen. Nach und nach zogen dort damals die alten Mieter aus den Wohnungen aus und so wuchsen die teilstationären Wohngruppen seit September 2005 von einer auf drei Wohngruppen und einer Einzelwohnung.

So erhöhte sich innerhalb kurzer Zeit die Platzzahl von drei auf zehn Plätze.

Mit zunehmender Bewohnerzahl wuchs auch das Team. Und so teilen sich drei Kolleginnen in der Bezugsbetreuung und unsere Hauswirtschaftsleiterin die Büros im Haus. Zunächst befand sich dieses im Souterrain des Hauses, jedoch mit dem Auszug der vollstationären Trainingswohnung in die Eschenburgstraße im Herbst 2009, konnten unsere Büroräume in das Dachgeschoss verlegt werden und das Souterrain für andere Aktivitäten und neue Projekte genutzt werden. So ist dort seit zwei Jahren das Büro der ambulanten Betreuung Psychose und Sucht untergebracht.

Es werden bei uns regelmäßig unangekündigt Drogenscreenings und auch Atemalkoholkontrollen durchgeführt. Das unterscheidet unsere Einrichtung von anderen teilstationären Einrichtungen, die rein psychiatrisch ausgerichtet sind. Unser Büro ist im Haus direkt vor Ort wochentags in der Regel von 09.00-18.00 Uhr besetzt. An den Wochenenden und an Feiertagen ist stundenweise eine Rufbereitschaft geschaltet. Das feste Programm bei uns umfasst einmal wöchentlich ein pädagogisches Einzel- und Gruppengespräch. Außerdem findet in jeder Wohngruppe einmal wöchentlich eine Gruppeneinheit mit unserer Hauswirtschaftsleiterin statt. Bei Bedarf werden die Bewohner auch in Einzelterminen im hauswirtschaftlichen Bereich unterstützt. Darüber hinaus bieten wir Wohngruppen-übergreifende Gruppenaktivitäten an.

Ich freue mich besonders über die große Personalkonstanz und möchte an dieser Stelle nicht versäumen, Melanie Bornemann als die gute Seele des Hauses und Mitarbeiterin der ersten Stunde, die sich für alle großen und kleinen Bedürfnisse und Störungen rund um Hauswirtschaft und Hausbelange verantwortlich zeigt, ebenfalls zu ihrem Dienstjubiläum zu gratulieren. Ebenso ist es mir wichtig, Frau M. als Bewohnerin von Beginn an zu erwähnen. Frau M. zeigt sich stets tolerant und empathisch gegenüber ihren Mitbewohnern und ist bei allen sehr beliebt. Über viele Jahre ist sie auch immer wieder allein unter Männern in unserem Haus.

Ich freue mich mit den Bewohnern, den Ehemaligen und dem Team unser Jubiläum im Oktober 2015 zu feiern und wünsche uns weiterhin eine gute Zusammenarbeit.

von BRÜCKE-Mitarbeiterin Diana Kuchenbecker